29. Tag: Aoraki – Wanaka

Abschied vom Aoraki, war schön hier!

Fast wäre es ein dramtischer Abschied geworden. Ein Schaf meinte, vor mir die Straße überqueren zu müssen. Ich sah es erst im letzten Moment, aber die Bremsen waren gut… *herzklopf*

Die Fahrt ging bei heftigem Seitenwind wieder zurück Richtung Queenstown, dann aber rechts ab nach Wanaka. Dort mache ich Stop an der “Puzzling World”, die ein paar schöne Räume zu optischen Illussionen hat (das Labyrinth habe ich mir gespart).

Wanaka selbst leigt zwar an einem herrlichen See der von Bergen umsäumt ist. Der Ort selbst hat für mich aber keine Reize. Er boomt wohl, was diverse Sportarten angeht, aber das bringt vor allem Sportartikelläden *gähn*. Selbst der Campingplatz ist eher öde mir trocknem Gras. Aber immerhin funktionierenden Waschmaschinen.

Beim Lesen der dritten Neuseeländischen Zeitung in diesem Urlaub wird mir immer klarer, dass es sicher ein wunderschönes Land ist, dass ich hier aber auch nicht lieber leben möchte als in Deutschland. Die Probleme sind sehr ähnlich, fast in einigen Beriechen heftiger. Von der anscheinend sehr hogen Suicid-Rate hatte ich ja schon geschrieben. Schnelles Autofahren scheint bei den jungen Leuten hier noch beliebter (und noch tödlicher) zu sein als bei uns. Am letzten Wochenende kamen hier in der Region sechs junge Leute um, vor allem bei Verfolgungen durch die Polizei. Reifenspuren auf den Straßen sind Hinweise auf reichlich idiotische Fahrereien…
Schlägereien, Morde, Angriffe durch Kampfhunde, Vandalismus etc lassen nicht an eine friedlichere Welt denken. Die neuseeländische Gesellschaft scheint mir also mindestens sehr ähnliche Probleme zu haben wie die anderen westlichen – vielleicht in einigen Punkten krasser.
Deshalb mein Fazit im Moment: ein einmalig schönes Urlaubsland – aber keine Land zum Leben für mich.

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One Comment

  • Dagmar Schulz sagt:

    Na da bin isch aber froh, dasch Du zurückkommen wilscht. Isch ja hier auch ganz schön, wenn der Schnee am wegtauen is. Leider schlägt dafür die Haselnußblüte zu. Isch grüße alle Allergiker und wünsche gute Gesundheit. Und Du pasch gut auf de Schafe auf, das son Bock disch nisch zwischen den Hörner krischt. Liebschte Grüße
    Dagmar