25. Tag: Perfect timing am Piopiotahi

Es hat die ganze Nacht durchgeregnet…
Das Trommeln der Tropfen auf dem Autodach hörte eigentlich gar nicht auf.
Meine Wanderschuhe hatte ich zwecks Auslüftens unters Auto gestellt. Den einen aber wohl nicht weit genug, jedenfalls war er halb mit Wasser gefüllt ;-)



Tja, und nun? Hatte ich zu voreilig zu früh die Milford Sound-Tour gebucht? Kann man sowas überhaupt richtig buchen?
Egal, ich fuhr um halb zehn los, die 2 Kilometer bis zum Parkplatz, ging zum Hafen, holte mir meine Bordkarte. Und sah, dass es heller wurde über dem Sound.

Nun denn, rauf auf die Sinbad – ich war komischerweise der erste – und los.

Ich lasse jetzt mal die Bilder sprechen.

Der Regenwald in Wolken – 7000 mm Niederschlag im Jahr.

Die weiße Wolke faszinierte mich eine ganze Weile.

Nein, es waren keine Piraten, die uns da verfolgten…

Das Geniale am nächtlichen Regen war natürlich, dass sich jetzt sämtliche Wasserfälle einen Wolf schütteten.

Und als wäre der Tag nicht so schon schön genug, nein, die Delphine fanden das auch und freuten sich mit uns.

Ein perfektes Zusammenspiel von Sonne, Wind und Wasser.

Perfect timing halt :-) ))))

Am Parkplatz ist es erstmal zu warm – umziehen zur Abfahrt.

Die Berge sind zahm, der Homertunnel lässt sich auch bergauf fahren und schließlich der Blick zurück auf der Milford Road:

Nun hatte ich überlegt, ob ich nicht in Te Anau übernachten sollte, um nicht zu spät an einem anderen Campingplatz anzukommen. Aber womöglich bis Wanaka oder Mount Cook durchzufahren erschien mir zwar zu heftig, aber der einsetzende Regen ließ auch Te Anau unattraktiv erscheinen, also peilte ich Kingston an.

Unterwegs begegnete ich schon den Geleisen des Kingston Flyers, einer Museumsbahn.

Die Landschaft fast eine völlig andere…


Dann in Kingston Kälte und Regen. Laut Internet sind es in Queenstown 11,6 °C irgendwie zu wenig.

Nach kurzem Essen gehe ich noch mal los. Kingston liegt am Südende des Lake Wakatipu, der bis Queenstown reicht und es richtig dramatisch macht.

Ich suche den Bahnhof des Kingston Flyer. Ich finde ihn, aber der Museumszug ist außer Betrieb und steht zum Verkauf. Ist sicher kein guter Ort für so eine kostenintensive Sache… 1878 hat die Eisenbahn Kingston erreicht – und nun?

Ein letzter Blick auf die Remarkables, die ihr Haupt verhüllen…

Was für ein Tag – puh :-) )))

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2 Comments

  • Dagmar Schulz sagt:

    Wunderschöne Bilder Tobi, da ist eines schöner als das andere. Schön als Tagesabspann was anderes zu sehen als fernsehen… oh mein deutsch…bin total müde…Liebe Grüße Dagmar

  • Ralf sagt:

    Puh, da bleibt ja echt kein Auge trocken.
    Freut mich ungeheuer, daß du so ein Glück mit dem Wetter hattest! Besser hättest du das wohl einfach nicht abpassen können.
    Ein absoluter Traum!