13. Tag: Akaroa – Oamaru

Morgens hatte ich ein nettes Skype-Gespräch mit der Heimat. Ist schon eine nette Technik. Videokonferenz ging leider nicht, weil das WLAN hier eine zu kleine Bandbreite hatte. Mal dachte ich wirklich, die anderen sitzen drei Meter weiter, ein anderes Mal hörte es sich an, wie ein Anruf von Beteigeuze VII…

Nach schnellem Zusammenräumen ein erst wieder kurvenreiche Fahrt durch die Banks Peninsula, dann wurde es ödes plattes Land, die Straße ging meist geradeaus. So ging das Fahren zwar schnell, war aber auch entsprechend ermüdend.

Leider tickte die Tankuhr unaufhörlich. Trotzdem fuhr ich weiter bis dann die Reserveanzeige aufleuchtete, etwa 15 Km vor dem Ziel. Also mal ein wenig Risiko. Aber es war dann wohl nicht der letzte Tropfen, mit dem ich in Oamaru auf das Tankstellengelände rollte. 47 L tankte der Tankwart – für 410 Kilometer eine akzeptable Verbrauchsmenge. Das Normalbenzin kostet übrigens umgerechnet knapp 90 Cent.

Der Campingplatz fand ich einigermaßen schnell, leider kein Vergleich mich Akaroa.

Der erste Gang durch den Ort faszinierte durchaus. Einige sehr schöne Gebäude, anderes verfällt.

Eine alte Bahnlinie wird wohl gelegentlich als Museumsbahn benutzt. Strand gibt es keinen :-(

Ich wanderte an der Waterfront entlang, wo auch die noch in Betrieb befindliche Eisenbahnlinie liegt. Der Bahnhof sieht ziemlich verwaist aus. Nur ein Typ mit auffaelligem Hut lungert herum:

Aber kurz nach Mittag hörte ich, dass die Strecke noch befahren wird. Sie führt auch am Campingplatz vorbei, was ich an der unglaublich lauten Dieselllok hörte ;-)

Abend fuhr ich an eine Steilküste leicht südlich.

Dort gibt es jeden Abend “public viewing”. Aber nicht Fußball sondern Pinguine. Zwischen 7 und 9 landen die wenigen Exemplare einer sehr kleinen Gelbaugen-Pinguin-Kolonie an. Dazu versammelten sich vielleicht 60 oder etwas mehr Menschen oben an der Steilküste auf ausgebauten Wegen und warteten.

War schon eine faszinierende Stimmung. Und schließlich watschelte der erste kleine Frackträger aus den Fluten, schien sich umzusehen, ob denn auch genau Publikum anwesend ist und brauchte für die 50m Strand sicherlich 7 Minuten, immer wieder kleine Pausen einlegend.

Später kamen noch zwei andere, etwa näher an mir dran. So habe ich meine ersten freilebenden Pinguine gesehen (nach den gestrigen ersten Delphinen)! :-) )
Die Küste ist hier ganz herrlich, unten eben menschenleer, weil dort niemand hin darf, eine einzelne Robbe fletzte sich herum, viele Vögel machten ihre Abendbesorgungen und die tiefstehende Sonne illuminierte die Wolken sehr schön.

Wieder auf dem Platz erzählte ich den freundlichen Niederländern von nebenan von den Pinguinen und natürlich den Delphinen. Den Ort wollten sie dann genau wissen.

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