8. Tag: der letzte in Darwin

Zügig gepackt und ausgecheckt, um den 9 Uhr-Bus zum Krokodilpark zu kriegen. Dort erwartete mich eine spannende Führung, während der ich nicht nur ein großes Krokodil gefüttert habe sondern ein kleines in die Hand bekam.
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4. Tag: Endlich Darwin!

Der nächste Tag bricht an. Der Blick nach draußen lohnt auch in der Fastdunkelheit. Erst ist es ein sehr geheimnisvolles Licht, das den Ozean und die Wolken erhellt, später sind es ferne Blitze.

Als wir uns Darwin nähern, geraten wir in ein Gewitter. Heftiges Auf und Ab. ich weiß nicht, ob ich das schon so erlebt habe. Dann zuckt es draußen sehr hell. Der Blitz bleibt folgenlos.
Die Turbulenzen schwächen sich rasch ab und der Captain sagt, die Maschine sei für hohe Belastungen “designed”, wir müssten uns keine Sorgen machen. Tatsächlich bleibt nur heftiger Regen. Die Landung verläuft gut, dann mal etwas ganz neues: Wir stehen am Gate und dürfen nicht raus. Diesmal ist wohl die Fahrgastbrücke durch das Gewitter unpässlich geworden..
Das Aussteigen dauert, es kommt die Schlange der Einreise-Kontrolle. Ich frage, ob ich Kaugummi deklarieren muss. Nein, das ausnahmsweise nicht, sonst eigentlich alles, außer benutzter Unterwäsche ;-) Glücklicherweise bringt die Durchleuchtung keine nicht-deklarierten Bananen oder italienische Kiwi zum Vorschein – ich darf nach Australien einreisen.
Dann noch Warten auf den Shuttle-Bus, rasante Fahrt durch den Regen. Der Nachtportier vom Palms City Resort ist sehr freundlich und macht mir einen guten Preis für die zusätzlichen Tage. Inzwischen ist es fast 6 Uhr. Ich belege mein Zimmer – einfach aber nett mit einem Krug kalten Wassers im Kühlschrank. Ich überlege einen Moment, ob ich mich doch noch hinlege, gehe aber dann zum Frühstück.

Nun sitze ich und schreibe, während draußen der Wolkenbruch langsam nachlässt. Und es fallen mir die Augen zu…

Ein erster Gang durch die Stadt gegen Mittag erweckt keine Begeisterung, aber das hatte ich auch nicht erwartet. Ich finde nach einiger Suche einen Supermarkt. Im Hotel bin ich so müde, dass ich aufs Bett falle und bleiern schlafe. Später gehe ich Richtung Waterfront, wo ein neues Areal entstanden ist.

Unterwegs schaue ich mir fasziniert die tropische Vegetation an: große duftende Blüten an Bäumen, Mangroven, verschiedenste Palmen, Mimosenbäume usw. Aber richtig begeistern tun mich die exotischen Vogelstimmen. So muss es im Regenwald klingen!

Die Architektur begeistert mich weniger. Leider haben die Japaner 1942 und der Zyklon von Weihnachten 1974 alles Ältere weggehauen. Aber überall sind Hinweise auf die Geschichte, gut markiert und erklärt.

Abends noch ein weiterer Gang zur südlichen Waterfront. Leider kommen die Schauer-(gewitter?)wolken von Süden nicht voran. Aber die Abend-/Nachtstimmung ist dennoch nett. Ich genieße den warmen Wind. Abends um zehn wärmt er und lässt nicht frösteln wie zu Hause.
Ach ja: Auch hier gibt es unbeleuchtete Radfahrer. Sie heizen durch den Abend, so wie nachmittags viele Jogger unterwegs waren – ganz schön gut bei dem Klima ;-)

Wieder im Hotel bin ich fertig nach diesem langen Tag…

3. Tag: Schwüles Singapore

In dem Riesenbett habe ich ganz gut geschlafen und treffe mich mit der Mitgestrandeten zum Frühstück. Danach fahren wir mit der U-Bahn zur city-Hall – quasi das Zentrum von Singapore.

Es sieht eigentlich so aus wie ich es mir vorgestellt habe: Viel Hochhäuser, dazwischen wimmeln Autos und Menschen mit Handy oder mp3-player am Ohr. Ganz vereinzelt ist ein wenig Asien zu verspüren, aber auch der britische Einfluss ist noch nicht verflogen.

Die schwüle Hitze und die Orientierungslosigkeit lässt unsere Entdeckerlust langsam verebben. Wir fahren zum Changi-Airport zurück und besichtigen beindruckt den neuen Terminal 3.

Lange warten wir aufs Einchecken. Das ist dann schwieriger als erwartet. Wir hatten gedacht, unser Schicksal wäre zumindest dem Computer bekannt. Richtig “lustig” wurde es, als wir nach unserem Gepäck fragen – ohoh…
Es gibt eine erste Bestätigung, dass es da sein. Später am Gate heißt es, alle Koffer von QF6 wären “lost”. Irgendwie glaube ich es nicht…
Kurz vor knapp kommt die erlösende Nachricht, dass die Koffer gerade in die Maschine geladen würden. :-)
Leider gibt es das gleiche Spielchen wie in FRA. Wir sitzen in der Maschine, aber es geht nicht los. Diesmal ist es zuviel Airtraffic. Immerhin habe ich einen Fensterplatz, weil die letzte Reihe leer war. Auch dieser Flug geht erst mit etwa 2stündiger Verspätung los. Es ist eng und nervig.

2. Tag: Lost in Singapore

Eigentlich sollte es ja um 23:20 von Frankfurt losgehen. Aber um 1 Uhr stehen wir immer noch am Gate. Eine Frachtluke ging nicht auf (und später erstmal nicht mehr zu). Nachdem das Problem gelöst war, musste erst noch ziemlich gründlich der Flieger enteist werden. Erst um 1:35 hob der Jumbo ab.

Der Service war gut, wir wurden mit Snacks und Essen zugeschüttet. Das Unterhaltungsprogramm war sehr umfangreich, aber irgendwie hatte ich keine Lust darauf. Inglorious Bastards fing ich an, um gleich wieder aufzuhören – den will ich ungestört in groß sehen.

Das Schlafen war wie erwartet schwierig, leider blieben auch die Rollos lange unten – kein Sonnenaufgang im Flieger. Aber über dem Golf von Bengalen wurde ich mit herrlich Quellwolken belohnt.

Der Anflug auf Singapore war traumhaft. Ein Lichtermeer von Häusern und davor auf Reede liegender Schiffe. Dahinter zuckte das Wetterleuchten eines fernen Gewitters.
Nach einer sanften Landung standen wir am Gate und standen und standen. Es war ein ominöses Päckchen im Oberdeck gefunden worden. Jetzt überlegte die Sicherheit, ob sie uns im Flieger überprüfen sollte oder draußen. Schließlich durften wir raus. Die Päckchenforscher gingen rein. Ich und die anderen Anschlussreisenden wurden gleich informiert, dass unsere Flieger schon weg seien, wir würden eine Nacht im Hotel bekommen. Na toll. Wie gut, dass ich Zeit in Darwin habe. Den möglichen Ausflug in den Kakadu-NP hatte ich für mich eh schon gecancelt.
Was weniger toll war: Die Koffer bekamen wir nicht. Als Nichtprofi in Sachen Langstreckenflug hatte ich mir keine Ersatzwäsche ins Handgepäck getan…
Das Hotelzimmer erwies sich als recht luxuriös. Erstmal ging ich zum Diner, auf das ich gar keinen Hunger hatte. Aber es sprach mich eine junge Mitgestrandete an, ob wir nicht zusammen morgen Singapore erkunden könnten. Na klar, da muss ich nicht alleine rumlaufen.

Nach dem Essen und dem Bestaunen mehrerer Airbus A 380, die quasi vor meiner Zimmertür parken und rumfahren, ein herrliches Vollbad (das erste mal seit langer Zeit mal wieder in einer Badewanne). Zuguterletzt gönne ich mir ein Tigerbier aus der Minibar.

1. Tag: Der mühsame Abflug

Ich hoffe, es war kein schlechtes Omen, dass der ICE-Wagen, für den ich eine Reservierung hatte, im Zug fehlte. Aber ich fand einen bequemen Platz in einem fast leeren Abteil. Die Fahrt nach Frankfurt wurde recht angenehm. Netterweise konnte ich auch gleich einchecken und vertrieb mir die Zeit mit Herumschlendern und Treppensteigen.
Pünktlich betrat ich den Flieger – mein erstes Mal im Jumbo-Jet. Ich hattee einen Fensterplatz und der Platz neben mir war leer. Am Gang saß eine Schülerin mit der ich ein wenig plauschte.