39. Tag: Otaki – New Plymouth

Heute habe den längsten Fahrtag gehabt, knapp 340 Kilometer.
Erst relativ unspektakulär Richtung Norden, dann auf dem “Surf Highway” um den Mount Taranaki herum, einen 2500m hohen Vulkan in perfekter Form. Drumherum gibt es ein “Land der tausend Buckel”, wie ich es selbst getauft habe. Sehr faszinierend. Nach links gab es immer wieder Strandzufahrten mit herrlichen Surfstränden.


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38. Tag: Picton – Wellington – Otaki

Früh auf und los, um gegen halb neun in der noch sehr kurzen Schlange vor der Fähre zu stehen.


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22. Tag: Slow Birthday

Über Nacht bin ich ein Jahr älter geworden. Oje ;-)
Das neue Jahr empfängt mich mit strahlender Sonne – aber leider auch mit nur 7 °C. Das wäre in Deutschland viel, aber hier ist Sommer…
Ich schaue nach Geburtstagspost und freue mich über liebe Mails. Aber lange kann ich da nicht auf meiner Bank sitzen. Ich friere.
Also mache ich mir Frühstück und setze mich wieder in die Küche, wo es etwas wärmer ist.
Der Tag wird ein Slow Day (dazu passend der gleichnamige Song von Die Happy). Ich wasche eine Ladung Wäsche (hier gibt es auf den meisten Campingplätzen Waschmaschinen und Trockner), lade Akkus, gehe zum Store, um Zeitung und Karten zu kaufen (sorry, aber es kriegen nicht viele welche – mein Weblog ist der Ersatz) und schreibe gleich.


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7.Tag: Tunnel, Laufen und Blitze

Heute mal ein wenig kürzer, weil ich unglaublich müde bin:

2 Nachträge: Das Gewitter, durch das wir beim Anflug auf Darwin geflogen sind, war ein Ausläufer des Zyklons “Olga”. Er brachte wohl auch den normalen Tagesgang der Wetters etwas durcheinander.

Der Gestrige Stromausfall betraf ein großes Gebiet. Ein Blitz hatte ihn bewirkt. Weil die Ersatzsysteme nicht funktionierte, dauerte er mehrere Stunden.

Morgens zur Waterfront, da gib es noch alte Ölspeicher-Tunnel aus dem WW II, die habe ich mir als alter Enid-Blyton-Sozialisierter gerne angesehen.

Dann ein schattiges Plätzes gesucht und nur mühsamst gefunden. Igrendwie stehen die Bäume nicht da, wo die Bänke stehen und umgekehrt. Mittags eine Maschine Wäsche gewaschen und solange gedöst.

Nachmittags Marsch zur Cullen Bay im Norden. Ist eine etwas modäne Marina mit hohen Appartmenthäusern drumrum. An der Fähre habe ich im Schatten eine Weile gelesen und immer wieder auf Gewitter gehofft (die Wolken waren vielversprechend).

Am frühen Abend an die Esplanaden-Küste, da kam gerade ein schöner Schauer angerauscht. Mit Schirm habe ich mich hinter zwei Bäume gekauert. Am Ende flog mir in der Dämmerung eine Riesenfledermaus um die Ohren. Sie war mindestens 2 Handtelleer groß!

Der Sonnenuntergang war wieder hinreißend.

Auf dem Weg zum Hotel

Später noch mal raus und tatsächlich Blitze eingefangen!

Zu guterletzt noch mal runter zu Waterfront…

Irgendwie bin ich heute mindestens 15 Kilometer rumgelaufen…

Nachtrag: Morgen abend geht es über Sydney nach Christchurch. Dadurch wird es hier eine kleines Päuschen geben. Ich bemühe mich, es kurz zu halten ;-)

6. Tag: Von Bussen, Fliegern und fehlender Elektrizität

Ich wache sehr früh auf, tue was für meine Muskeln und gehe ins Netz, um nach dem rechten zu schauen. Hui da sind schwere Schauer unterwegs. Tatsächlich fängt es bald an zu regnen und zu blitzen. Zwischendurch kurzzeitig tropischer Sturzregen, so heftig wie ich es noch nie erlebt habe. Als es deutlich nachlässt, wage ich mich raus und gehe zur Steilküste. Dort zieht gerade etwas ab. Leider zucken nur unsichtbare Blitze, aber der Anblick ist dennoch beeindruckend.

Wieder zurück im Hotel stelle ich fest, dass der Strom ausgefallen ist…

Der Stromausfall verhindert ein normales Frühstück, es gibt nur Cerealien mit Pöttchenmilch ;-) Wie gut, dass ich schon um halb sechs einen Kaffee getrunken hatte.
Ich beschließe, dem fehlenden Strom zu entfliehen und setze mich in einen kalten Bus Richtung CDU. Oh nein, ich meine damit die Charles-Darwin-Uni. Die Fahrt ist ganz interessant. Am Casuarina Interchange lese ich zwar den Fahrplan falsch, kriege aber doch gleich den richtigen Bus. Spontan denke ich, jetzt könnte ich doch zu den Krokodilen, verpasse aber die Haltestelle (Ansagen gibt es nicht). So fahre ich bis Palmeston und nehme dort die 8 zum Aviation Museum am Flughafen (der Bus ist so überkühlt, dass seine Scheiben von außen beschlagen sind). Dort steige ich tatsächlich richtig aus und begebe mich in eine große Halle mit allerlei Fluggerät – absolut dominiert von einer echten B-52. Das begeistert mich schon, ein Exemplar diesen faszinierenden Schreckensbringers so nah zu sehen. Immernoch bildet der achtstrahlige Bomber das Rückrat der amerikanischen Atombomberflotte, im Vietnamkrieg schmiss er Napalm auf Soldaten und Zivilisten.

Bei den Exponaten dreht es sich vor allem um den 2. Weltkrieg. Darwin spielte ein wichtige Rolle und war auch häufiges Ziel japanischer Bombenangriffe. Zwei Geschichten fallen mir besonders auf. Piloten überleben Flugzeugabstürze oder -schüsse, um Monate oder Jahre später im Kugelhagel des friendly fires umzukommen…

Auf der Rückfahrt sitzen wie schon vorher offensichtlich betrunkene Aborigenes im Bus. Laut Wikipedia scheint vielen ein Enzym zum Alkoholabbau zu fehlen, sodass schon recht kleine Mengen zum Dauerrausch führen. Irgendwie macht es mich trotzdem traurig diese Menschen einer so stolzen Ethnie in so einer Verfassung zu sehen.

Zuhause geht der Strom wieder ;-) Ich mache einen Gang zur Waterfront. Inzwischen brennt die Sonne heftig. Davon zurück chatte ich mit Gö und gehe zwischendurch zum Sonnenuntergang. Sehr schön!

Auf dem Rückweg mache ich in der Kneipenstraße Mitchellstreet noch ein paar Nachtfotos.