24. Tag: Milford Road bis zum Sound

Die Nacht auf dem DOC-Camping (einfache Dinger mit Plumpsklo für 5 $ die Nacht) war gut, endlich mal warm genug. Zeitig stand ich auf, um gegen zehn aufzubechen. Bei The Devide parkte ich und nahm den Weg zum Key Summit. Es ging etwa 500 Höhenmeter bergauf durch nette Wälder mit immer schöneren Ausblicken. Oben gab es einen Nature Walk durch alpine Vegetation an Moorseen vorbei. Und als Belohnung eine herrliche Aussicht.

Eigentlich hatte ich ja schon eine zweite Nacht am Cascade Creek bezahlt, überlegte dann aber beim Abstieg, dass mein Bedürfnis nach einer Dusche nach dem schweißtreibenden Aufstieg doch recht groß war. Warum nicht schauen, ob es direkt am Milford Sound noch ein freies Plätzchen geben sollte?

Vor dem Homer Tunnel probierte ich noch einen kleinen Nature Walk, der zwar selbst enttäuschend, aber die Aussicht umso genialer war. Vor allem auf einen Sattel mit Gletscherkante, von dem aus zwei Wasserfälle hinabstürzten.

Nun gings durch den Homer Tunnel. Eine Ampel regelt den Verkehr. Grün kam und ich fuhr in eine Loch hinunter. Dunkel, feucht und recht zügig bergab ging es – nichts für Tunnel-Phobiker. Wie gut, dass es tagsüber im Sommer diese Ampel gibt. Mit Gegenverkehr stelle ich mir das reichlich ätzend vor (vor allem, wenn einem Busse entgegen kommen ;-)

Hindurch ging es weiter bergab und ich schaltete vorsichtshalber in den 2. Berggang , um mehr Motorbremse zu haben. Naja, obs nötig war, weiß ich nicht. Später suchte ich dann nach einer Gelegenheit wieder zu schalten.
Schließlich erreichte ich die Milford Lodge und bekam ohne Probleme einen Stellplatz.

Bis zum Sound sind es zu Fuß knapp 20 Minuten. Das Panorama ist schon klasse! Und echt viel Schiffsbetrieb, nicht so ruhig wie auf dem DOubtful Sound. Dazu gibt es einen Flugplatz, wo recht häufig kleine Flugzeuge und Hubschrauber verkehren.

Im Cafe ein Stück Kuchen und einen Milchkaffee genossen, dann einen Rundweg zum Fjord.

23. Tag: Richtung Milford Sound (update)

So, es geht weiter. Und ich weiß nicht, ob ich auf der Milford Road irgendwo Netz kriege.

Ein großes Dankeschön für die lieben Geburtstagsmails und -kommentare hier. Ich schaffe es nicht, sie alle sofort zu beantworten. Aber nachundnach…

Und hier der heutige Beitrag:

Früh aufgewacht und aufgestanden, nach möglichem Morgenglühen der Berge geschaut, geduscht, gefrühstückt, zusammengepackt und nach Te Anau gefahren. Dort am See mit Göttingen geskypt, diesmal klappte es sogar mir Video, sehr nett.
Anschließend eingekauft und getankt, um dann die Milford Road in Angriff zu nehmen. Erst unspektakulär, dann aber immer faszinierender. Ich machte ein paar Fotostopps. Dann erreichte ich den DOC-Camping Cascade Creek, schaute nir aber noch den nächsten an, um doch hierher zurückzufahren. Nach dem Mittagessen ging ich in den Wald auf den “Natural walk”.
Es war der Märchenwald Nummer 2: Alles bemoost, mit Flechten und Farnen bewachsen. Und vor allem: Es gibt hier richtig alte Bäume. Die Südbuchen erreichen mehr als 350 Jahre und werden bis zu 40 Meter hoch.

Ich ging mit offenem Mund vor Staunen durch den Wald. Wahnsinn. Und dazwischen viel Totholz, ganze Riesen liegen da, werden bewachsen von Flechten, Moosen, Farnen, schließlich von anderen Bäumchen, bis sie immer mehr zerfallen.
Der Wald in diesem Tal am Lake Gunn wurde von Menschen nicht angetastet. Selbst beim Bau der Milford Road blieb er geschützt und ist deshalb ein einzigartiger Urwald.

Der Weg führte schließlich zum Lake Gunn, ein flacher, etwa 2 Kilometer langer See. Der Wind kam auf mich zu und erzeugte kleine nette Wellen.

Links herum ging es zum abfließenden Flüsschen, das äußerst malerisch zwischen alten Buchen hindurchfließt, etliche Bäume sind über den Fluss gewachsen, sehr verwunschen.
Leider ist er dann weiter hinter, wo er aus dem Wald heraustritt, offensichtlich von dieser fiesen Didymo-Alge befallen, die ein echtes Problem für die Flüsse sein muss.