2. Tag: Lost in Singapore

Eigentlich sollte es ja um 23:20 von Frankfurt losgehen. Aber um 1 Uhr stehen wir immer noch am Gate. Eine Frachtluke ging nicht auf (und später erstmal nicht mehr zu). Nachdem das Problem gelöst war, musste erst noch ziemlich gründlich der Flieger enteist werden. Erst um 1:35 hob der Jumbo ab.

Der Service war gut, wir wurden mit Snacks und Essen zugeschüttet. Das Unterhaltungsprogramm war sehr umfangreich, aber irgendwie hatte ich keine Lust darauf. Inglorious Bastards fing ich an, um gleich wieder aufzuhören – den will ich ungestört in groß sehen.

Das Schlafen war wie erwartet schwierig, leider blieben auch die Rollos lange unten – kein Sonnenaufgang im Flieger. Aber über dem Golf von Bengalen wurde ich mit herrlich Quellwolken belohnt.

Der Anflug auf Singapore war traumhaft. Ein Lichtermeer von Häusern und davor auf Reede liegender Schiffe. Dahinter zuckte das Wetterleuchten eines fernen Gewitters.
Nach einer sanften Landung standen wir am Gate und standen und standen. Es war ein ominöses Päckchen im Oberdeck gefunden worden. Jetzt überlegte die Sicherheit, ob sie uns im Flieger überprüfen sollte oder draußen. Schließlich durften wir raus. Die Päckchenforscher gingen rein. Ich und die anderen Anschlussreisenden wurden gleich informiert, dass unsere Flieger schon weg seien, wir würden eine Nacht im Hotel bekommen. Na toll. Wie gut, dass ich Zeit in Darwin habe. Den möglichen Ausflug in den Kakadu-NP hatte ich für mich eh schon gecancelt.
Was weniger toll war: Die Koffer bekamen wir nicht. Als Nichtprofi in Sachen Langstreckenflug hatte ich mir keine Ersatzwäsche ins Handgepäck getan…
Das Hotelzimmer erwies sich als recht luxuriös. Erstmal ging ich zum Diner, auf das ich gar keinen Hunger hatte. Aber es sprach mich eine junge Mitgestrandete an, ob wir nicht zusammen morgen Singapore erkunden könnten. Na klar, da muss ich nicht alleine rumlaufen.

Nach dem Essen und dem Bestaunen mehrerer Airbus A 380, die quasi vor meiner Zimmertür parken und rumfahren, ein herrliches Vollbad (das erste mal seit langer Zeit mal wieder in einer Badewanne). Zuguterletzt gönne ich mir ein Tigerbier aus der Minibar.

1. Tag: Der mühsame Abflug

Ich hoffe, es war kein schlechtes Omen, dass der ICE-Wagen, für den ich eine Reservierung hatte, im Zug fehlte. Aber ich fand einen bequemen Platz in einem fast leeren Abteil. Die Fahrt nach Frankfurt wurde recht angenehm. Netterweise konnte ich auch gleich einchecken und vertrieb mir die Zeit mit Herumschlendern und Treppensteigen.
Pünktlich betrat ich den Flieger – mein erstes Mal im Jumbo-Jet. Ich hattee einen Fensterplatz und der Platz neben mir war leer. Am Gang saß eine Schülerin mit der ich ein wenig plauschte.