45. Tag: Rotorua

Die Nacht drohte anfangs greulich zu werden. Ob drinnen oder draußen, überall stickige Luft. Dass sie auch noch leicht schwefelig roch, war dann auch egal. Erstmals auf dieser Reise konnte ich ohne Decke schlafen. Oder eben nicht, es war schwierig. Glücklicherweise kam die Wärme sicher auch von unten, aber sie zog irgendwann auch nach oben ab, als es dann doch noch aufklarte.

So zog ich um viertel nach neun los, das Thermalwunder zu erkunden. Das Auto ließ ich auf dem Camping stehen, vier Kilometer schrecken mich nicht. Das ging auch recht gut, um kurz nach zehn war ich am “Te Puia” und kam gerade recht zur extra bezahlten kulturellen Aufführung.
(weiterlesen …)

40. Tag: New Plymouth

Nach dem Frühstück am Klippenrand wollte ich eigentlich die Stadt erkunden, aber es ergab sich erstmal ein längeres Gespräch mit meinem interessanten Nachbarn, einem Schweizer, der seit 24 Jahren auch Neuseeländer war und nun nach dem Job nach dem wahren Leben suchte (bzw. es beim Herumreisen fand). Dass ich die ganze Zeit uneingecremt in der Sonne stand, ohne dass ich einen Sonnenbrand bekam, zeigt doch, dass ich offensichtlich inzwischen genug Pigmente entwickelt habe.
In der Stadt besorgte ich eine unkomplizierte Verlängerung meiner “Vehicle license”, sowas wie eine KFZ-Steuer. Dann besuchte ich das Pure Ariki, ein Museum mit Natur- und Stadtgeschichte und einer Maori-Kultur-Abteilung. Sehr schön gemacht und dazu kostenlos.
Anschließend war der Pukekura Park mit den Brooklands dran. Am Anfang des Parks ist ein Naturstadion, in dem gerade ein Cricket-Spiel stattfand. ich habe eine Weile zugesehen, ohne den Sinn irgendwie verstanden zu haben ;-) Ich hoffe, ich sehe noch mal irgendwo ein Rugby-Spiel, da weiß ich wenigstens ansatzweise, worum es geht.
Der Park ist geprägt von alten Bäumen, vielen Farnen, Teichen und einer Bühne mit Zuschauerhang.


(weiterlesen …)

30. Tag: Wanaka – Franz Josef Gletscher

Trotz schlecht geschlafener Nacht stand ich früh auf, um kurz vor neun Wanaka zu verlassen. Luftlinie sind es vielleicht 50 Kilometer vom Mount Cook-Village bis zum Franz Josef Gletscher. Auf der Straße satte 500! Heute die zweite Etappe.
Die Fahrt durch die Seen- und Berglandschaft des Mount Aspiring Nationalparks war herrlich. Immer wieder tolle Kulissen mit See und Berg.


(weiterlesen …)

24. Tag: Milford Road bis zum Sound

Die Nacht auf dem DOC-Camping (einfache Dinger mit Plumpsklo für 5 $ die Nacht) war gut, endlich mal warm genug. Zeitig stand ich auf, um gegen zehn aufzubechen. Bei The Devide parkte ich und nahm den Weg zum Key Summit. Es ging etwa 500 Höhenmeter bergauf durch nette Wälder mit immer schöneren Ausblicken. Oben gab es einen Nature Walk durch alpine Vegetation an Moorseen vorbei. Und als Belohnung eine herrliche Aussicht.

Eigentlich hatte ich ja schon eine zweite Nacht am Cascade Creek bezahlt, überlegte dann aber beim Abstieg, dass mein Bedürfnis nach einer Dusche nach dem schweißtreibenden Aufstieg doch recht groß war. Warum nicht schauen, ob es direkt am Milford Sound noch ein freies Plätzchen geben sollte?

Vor dem Homer Tunnel probierte ich noch einen kleinen Nature Walk, der zwar selbst enttäuschend, aber die Aussicht umso genialer war. Vor allem auf einen Sattel mit Gletscherkante, von dem aus zwei Wasserfälle hinabstürzten.

Nun gings durch den Homer Tunnel. Eine Ampel regelt den Verkehr. Grün kam und ich fuhr in eine Loch hinunter. Dunkel, feucht und recht zügig bergab ging es – nichts für Tunnel-Phobiker. Wie gut, dass es tagsüber im Sommer diese Ampel gibt. Mit Gegenverkehr stelle ich mir das reichlich ätzend vor (vor allem, wenn einem Busse entgegen kommen ;-)

Hindurch ging es weiter bergab und ich schaltete vorsichtshalber in den 2. Berggang , um mehr Motorbremse zu haben. Naja, obs nötig war, weiß ich nicht. Später suchte ich dann nach einer Gelegenheit wieder zu schalten.
Schließlich erreichte ich die Milford Lodge und bekam ohne Probleme einen Stellplatz.

Bis zum Sound sind es zu Fuß knapp 20 Minuten. Das Panorama ist schon klasse! Und echt viel Schiffsbetrieb, nicht so ruhig wie auf dem DOubtful Sound. Dazu gibt es einen Flugplatz, wo recht häufig kleine Flugzeuge und Hubschrauber verkehren.

Im Cafe ein Stück Kuchen und einen Milchkaffee genossen, dann einen Rundweg zum Fjord.

10. Tag: Der erste Höhepunkt in Christchurch

Die Nacht war tatsächlich recht erholsam, das Frühstück ganz ok.


(weiterlesen …)