17. Tag: Portobello – Curo Bay

Zeitig aufgestanden und mich frühstückend und blogschreibend in die Küche gesetzt. Beim Startklarmachen spricht mich ein Nachbar an. Ich kann ihn gut verstehen, wohl weil er kein gebürtiger Neuseeländer ist. Ein netter, informativer Plausch (er erzählte, dass der diesjährige Sommer ausgesprochen kühl wäre).

Auf der Fahrt komme ich zügig voran, entere zwischendurch einen Supermarkt (oje ist das immer schwierig, sich zurechtzufinden – vor allem irgendwie gescheites Brot zu entdecken ;-) und tanke.

Erster Stopp ist der Nugget Point, eine Felsspitze mit Leuchtturm, vor der sich noch etliche große Felsen tummeln, die wohl vor dem Bau des Leuchtturms zahllose Wracks verursacht haben. Faszinierend sind sie auch deshalb, weil sie senkrecht stehende Gesteinsschichten aufweisen. Hier war also tektonisch einiges los.



Als nächstes die Matai Falls. Ein schmaler Weg schlängelt sich zwischen Fuchsienbäumen und Baumfarnen zu einem netten Wasserfall. Mich beeindrucken aber vor allem die Baumfarne, die ich so noch nie gesehen habe. Faszinierend zu wissen, dass sie bzw. ihre Vorfahren einst die Steinkohlenwälder des Karbon gebildet haben.

Dann “where forrest meets the beach”: Ein Fluss mündet an einem herrlichen Strand ins Meer, drum herum reicht der tropisch anmutende Wald bis an den Sandstrand. Endlich tauche ich meine Füße in den Südpazifik – hui ist der kalt…

Auf dem Parkplatz spricht mich ein Neuseeländer an. Wir kommen ins Gespräch, ich verstehe ihn sehr gut. Auf mein Lob hin, meint er, dass er das schon öfter gerade von Deutschen gehört habe. Beim Thema “wunderbares Neuseeland” erzählt er, dass Neuseeland die höchste Suicid-Rate der Welt hätte (oder eine der höchsten). Wir überlegen, woran es liegen könnte. Er meint vielleicht daran, dass die Eltern ihre Kinder nicht so unterstützen würden wie z.B. in Deutschland. Hmmm.
Das war ja deutlich mehr als Small talk. Schön!

Letzte Station ist die Curo Bay. Hier gibt es eine herrlichen Sandbucht, gleich daneben tolle Klippen. Hier kann es passieren, dass einen die Seelöwen im Zelt besuchen. Der sehr einfache Camping liegt quasi dazwischen, ich stehe zwischen Yucca-artigen Pflanzen, sehr schräg – bin gespannt, wie die Nacht wird. Aber es ist eine schöne Ecke!

Eine wunderbare Optische Täuschung:

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2 Comments

  • Dagmar Schulz sagt:

    Hallo Tobi,
    Nicola und ich haben uns gerade Deine letzten 3 Tage angeschaut…sehr schön Deine Bilder, meint auch Nicola, von der ich Dich grüßen soll. Du sollst das nächste Mal wenn sie kommt, vorstellig werden.(Hihi) Ist ne ganz liebe und sehr attraktive Freundin….Wir werden hier ganz schwach über die Ruhe, Schönheit und Weite der Landschaften von New Sealand. Hier schneit es schon wieder und ein Ende der Kälte ist nicht abzusehen. Alles schnieft….wir halten uns wacker!!!! Di r einen wunderbaren neuen Tag! Liebe Grüße Dagmar und Nicola

  • Gregor sagt:

    Hi toby, wie gehts denn so?
    Hier isses saukalt, wir haben heute einen auspflug
    in den wald gemacht(mit julia und benja), war ganz
    witzig aber der schnee ist schon wieder so 5-10cm
    hoch und dauernd wieder neuer schnee…
    Hannover will in die 2.liga und macht keinen spass
    mehr und bayern wird wetten wir? wieder meister!