10. Tag: Der erste Höhepunkt in Christchurch

Die Nacht war tatsächlich recht erholsam, das Frühstück ganz ok.



Ich ging zuerst zum Botanischen Garten (klar, Herr Biologe ;-) . Und ich wurde nicht enttäuscht: Neben vielen blühenden Zeugs (unter anderem Hortensien, die ich bisher eigentlich nicht mochte) haben es mir vor allem die wunderbaren Bäume angetan: Mindestens 140 Jahre, wenn ncht noch länger hatten sie Zeit, eine unglaubliche Pracht und Würde zu entwickeln. Echte Charaktere, denen man gerne zuhören würde, wenn sie erzählen könnte. Riesige Stämme mit unglaublichen Durchmessern. Besonders die Zypressen, Sequoias und Eukalyptusbäume. Unter einer besonders prächtigen Zypresse ist mir vor Ergriffenheit echt das Wasser in die Augen gestiegen. Ein erster Höhepunkt der Reise!

Ein Bild vom Rückweg:

Mittags auf dem Cathedral-Square habe ich auf dem Markt einen coolen Lederhut gekauf. Ist auch sehr nötig bei der stechenden Sonne.
Später schoss ich mir dort ein chicken-warp und setzte mich auf eine der zahllosen Bänke, um dem Treiben zu zusehen. [Das Essenangebot ist international: von China, über Italien, Griechenland bis Deutschland: ein Stand offerierte "bavarian food" in Form von Bratwurst, Bockwurst, Nurnberger Wurst etc ;-) , woanders gab es "german sausages"]
Ich saß dort so vor mich hin, schaute dem “Prediger” zu, den ich gestern schon beobachtet hatte. Er hielt stundenlang eine Bibel in der Hand und erzählte daraus. Ein “shutup!” einer vorübergehenden Schülerin beeindruckte ihn gar nicht.

Zwischendurch sah ich plötzlich ein rotes Trikot: Ein Typ in 96-Trikot setzte sich zwei Meter entfernt auf die Bank. Naja, sind ja auch nur 20000 km… Ich habe ihn aber nicht angesprochen, weil ich keine Lust hatte mit ihm ein deprimierendes Gespräch zu führen, er sah eh schon so traurig aus (für nicht Fußballinteressierte: Hannover 96 bewegt sich nach mehreren grandiosen Spielen zielsicher auf den letzten Bundesligaplatz zu).
Lustig war auch die asiatisch wirkende junge Frau mit Kopenhagen-Tasche, die ihre Kleinstkamera auf ein Wackelstativ schraubte, um sich dann selbst in Victory-Pose vor der Cathedral zu knipsen ;-)

Natürlich erklomm ich auch noch die 134 Stufen auf den Turm der Cathedral. Naja der Blick ist leider durch viele Hochhäuser etwas verbaut.

Am frühen Abend noch eine Runde am Avon (Flüsschen) lang. Das Zikadenkonzert war noch beeindruckender als Vormittags (vor allem scheinen sie in Eichen zu sitzen).

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